Kurz gesagt: Bei Abnehmspritzen erfolgt die Dosissteigerung (Titration) unter ärztlicher Kontrolle Schritt für Schritt, meist in Abständen von 4 Wochen. So kann sich der Körper an das Medikament gewöhnen, und Nebenwirkungen im Verdauungstrakt bleiben möglichst gering.
Wichtige Punkte im Überblick
- Die Anfangsdosis ist keine therapeutische Dosis, sondern eine niedrige Dosis zur Gewöhnung (zum Beispiel Tirzepatid 2,5 mg, Semaglutid 0,25 mg).
- In klinischen Leitlinien wird empfohlen, auf jeder Stufe mindestens 4 Wochen zu bleiben.
- Wenn die Gewichtsabnahme mit der aktuellen Dosis zufriedenstellend und ohne Nebenwirkungen verläuft, kann die Dosissteigerung aufgeschoben werden.
- In den ersten 2–3 Tagen nach einer Dosissteigerung können leichte Übelkeit und Appetitlosigkeit erneut auftreten.
Eine GLP-1-Therapie beginnt mit der niedrigsten Dosis, die dann unter ärztlicher Kontrolle schrittweise erhöht wird. Diese schrittweise Erhöhung heißt Titration. Ihr Ziel ist nicht, die Wirkung zu beschleunigen, sondern Nebenwirkungen zu verringern: Sie gibt dem Körper Zeit, sich an jede Stufe zu gewöhnen.
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Zeitpunkt und Höhe der Dosissteigerung entscheidet allein deine Ärztin oder dein Arzt. Erhöhe oder senke die Dosis nicht eigenmächtig.
Warum beginnt man mit der niedrigsten Dosis?
Diese Medikamente verlangsamen die Magenentleerung und verlängern das Sättigungsgefühl. Da die Wirkung direkt über das Verdauungssystem kommt, würde ein Start mit hoher Dosis Übelkeit, Erbrechen und Durchfall deutlich verstärken. Mit einer niedrigen Dosis zu beginnen, bringt dich mit weniger Beschwerden an denselben Punkt.
Die Anfangsdosis ist in der Regel keine therapeutische Dosis. Sie dient nur dazu, den Körper an das Medikament zu gewöhnen.
Was ist nach jeder Steigerung zu erwarten?
Nebenwirkungen werden zu Beginn der Behandlung und nach jeder Dosissteigerung wieder deutlicher. Dass eine Übelkeit, die in den ersten Wochen verschwunden war, auf der neuen Stufe zurückkommt, ist also zu erwarten. Es bedeutet nicht, dass die Behandlung schlecht verläuft.
Diese Schwankung dauert meist einige Tage und lässt nach, wenn sich der Körper an die neue Dosis gewöhnt. Wenn sie anhält oder stark ist, informiere deine Ärztin oder deinen Arzt. Sie lässt sich durch eine Anpassung des Dosisplans in den Griff bekommen.
Wann wird die Dosis erhöht?
Abstand und Höhe der Stufen unterscheiden sich je nach Präparat und stehen in der Packungsbeilage. Gemeinsam ist allen der Grundsatz: Man wechselt erst zur nächsten Stufe, wenn man lange genug auf der aktuellen geblieben ist. Deine Ärztin oder dein Arzt kann diesen Zeitplan je nach deinem Ansprechen verlangsamen.
Wenn du eine Stufe nicht gut verträgst, ist es auch eine Option, länger auf dieser Stufe zu bleiben oder zur vorherigen zurückzukehren. Das entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt.
Worauf du bei der Dosissteigerung achten solltest
- Kleinere Portionen und langsames Essen machen die ersten Tage nach der Steigerung deutlich leichter.
- Fettige und stark gewürzte Speisen können Übelkeit verstärken.
- Bei Erbrechen oder Durchfall achte auf den Flüssigkeitsverlust und verteile das Trinken über den Tag.
- Um Muskelmasse zu erhalten, werden ausreichend Protein und regelmäßige Bewegung empfohlen.
- Beschleunige die Dosissteigerung nicht eigenmächtig. Die Titration dient ja gerade dazu, Nebenwirkungen zu verringern.
Die Stufen im Blick behalten
Wenn du festhältst, wie lange du auf welcher Stufe warst und wie du dich nach jeder Steigerung gefühlt hast, kannst du die Fragen deiner Ärztin oder deines Arztes beim Kontrolltermin klar beantworten. Haftra hält Dosis, Anwendungstag und Beschwerden zusammen fest. Die App gibt keine Dosisempfehlung und berechnet keine Stufen. Kostenlos und ohne Konto nutzbar.
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Häufige Fragen
Was passiert bei der Dosissteigerung?
Nebenwirkungen werden zu Beginn der Behandlung und nach jeder Dosissteigerung wieder deutlicher. Diese Schwankung dauert meist einige Tage und lässt nach, wenn sich der Körper an die neue Dosis gewöhnt. Es bedeutet nicht, dass die Behandlung schlecht verläuft.
Warum beginnt man mit der niedrigsten Dosis?
Diese Medikamente verlangsamen die Magenentleerung und verlängern das Sättigungsgefühl. Ein Start mit hoher Dosis würde Übelkeit, Erbrechen und Durchfall deutlich verstärken. Mit einer niedrigen Dosis zu beginnen, bringt dich mit weniger Beschwerden an denselben Punkt.
Wann wird die Dosis erhöht?
Abstand und Höhe der Stufen unterscheiden sich je nach Präparat und stehen in der Packungsbeilage. Der gemeinsame Grundsatz: Man wechselt erst zur nächsten Stufe, wenn man lange genug auf der aktuellen geblieben ist. Deine Ärztin oder dein Arzt kann diesen Zeitplan je nach deinem Ansprechen verlangsamen.
Was passiert, wenn ich die Dosissteigerung nicht vertrage?
Wenn du eine Stufe nicht gut verträgst, ist es auch eine Option, länger auf dieser Stufe zu bleiben oder zur vorherigen zurückzukehren. Das entscheidet deine Ärztin oder dein Arzt.
Muss die Dosis jeden Monat erhöht werden?
Nein. Wenn die Gewichtsabnahme mit der aktuellen Dosis bei 0,5–1 % pro Woche liegt und der Appetit gut unter Kontrolle ist, kann deine Ärztin oder dein Arzt die Dosis beibehalten.
Was ist die höchste Erhaltungsdosis?
Bei Mounjaro/Zepbound liegt sie bei maximal 15 mg, bei Wegovy bei maximal 2,4 mg pro Woche.
Verwandte Seiten
Quellen
- EMA - Mounjaro (Tirzepatid)
- EMA - Ozempic (Semaglutid)
- EMA - Wegovy (Semaglutid)
- NHS - Behandlung von Adipositas
- BfArM
Zuletzt überprüft: 4. August 2026